Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Bilder vom Neuenheimer Feld, Heidelberg und der Universität Heidelberg

HS Berechnung semantischer Repräsentationen in der DRT

 

Kurt Eberle
Email: eberle@cl.uni-heidelberg.de
Mi 9.15-10.45, KStr. 2, R 004

Ziel:

Die Diskursrepräsentationstheorie stellt eine sehr elegante und aussdrucksstarke Sprache zur Verfügung mit der der Gehalt von Diskursen logisch sauber erfasst werden kann, zumindest prinzipiell, sodass er allen Arten von logischer Inferenz zugänglich wird. Berechnet werden können solche sogenannten Diskursrepräsentationsstrukturen (DRSen) mit dem Theorie-immanenten DRS-Konstruktionsalgorithmus.

 

Die inhaltliche Komplexität von Texten/Diskursen ist allerdings so, dass in anwendungsorientierten Systemen (Text Mining, Summarizing, Frage-Antwort, Maschinelle Übersetzung) zumeist auf solche tiefen semantischen Repräsentationen verzichtet wird.

 

In dem Seminar sollen deshalb einerseits die wesentlichen Repräsentationsmittel und Konstruktionsregeln der DRT an Beispielen eingeführt und diskutiert werden, sodass klar wird, wie auf dem Rechner DRSen aus syntaktischen Analysen von Sätzen und Texten erzeugt werden können. Andererseits soll besonderes Augenmerk auf die Punkte gelenkt werden, die das Verfahren/die Repräsentationen komplex machen und es soll diskutiert werden, welche Möglichkeiten es gibt, auch durch die Kombination mit Verfahren völlig anderen Typs, wie statistischen Verfahren, die Vorteile von DRT-Repräsentationen für Anwendungen zu nutzen und die Nachteile weitestgehend zu vermeiden..

Leistungsnachweis:

Das Hauptseminar ist nur erfolgreich absolviert, wenn ein Referat zu einem der unten genannten Themen gehalten und dazu eine kleine dokumentierende Hausarbeit verfasst wurde bzw. alternativ eine Klausur am Ende des Semesters  zu Themen aus der Einführung und den Referaten  mit ausreichendem Erfolg geschrieben wurde.  Sporadisch werden zur Selbstkontrolle Hausaufgaben gestellt. Die Note ist die Note des Referats mit Hausarbeit bzw. der Klausur.

Unterlagen:

 Literatur.

Referatthemen:

Übersicht

Übersicht:

Materialien: (Datum anklicken)

Aufgaben

Lösungen

19.10.

Was ist die Motivation der DRT ?

 

 

26.10

Die Grundlagen:

Ingredienzen eines Konstruktionsalgorithmus

 

Syntax

Skript Chap.1

S.6,7:

Aufg. 1,3,4

 

2.11.

Semantikkonstruktion:

Einfache Sätze, Prädikate, Namen, Pronomen, Negation

Wahrheitsbedingungen

Skript Chap.1

Aufgaben

S. 13-15

 

 

9.11.

Semantikkonstruktion: Konditionale

Skript Chap.2

S.11-16:

Aufg. 1,3-6

 

 

16.11.

Semantikkonstruktion: Quantifikation, Disjunktion

Entspr. Exercises aus Kamp/Reyle93

 

23.11.

Semantikonstruktion: Refl./Poss.pronomen, Definite NPs,

Spezifische NPs, Generische Lesarten, Skopusphänomene

Entspr. Exercises aus Kamp/Reyle93

 

30.11.

Plural

Entspr. Exercises aus Kamp/Reyle93

 

7.12.

Implementierungen:

 

DRT-Prolog-Implementierung I

(Covington et al: From English to Prolog)

 

 

14.12.

DRT-Prolog-Implementierung II

(Graham: An implementation of plurality in DRT)

 

 

21.12.

Lambda-DRT

(Bos : The Verbmobil semantic formalism)

 

 

 11.1.

Skopus von Kennzeichnungen, Cooper-Storage, Unterspezifikation

 

 

 18.1.

Minimal recursion semantics (MRS)

 

 

 25.1.

Wiederholung, Berechnungsaufgaben

 

 

   1.2.

Constraint language for lambda structures

(CLLS)

 

 

   8.2.

a)

b)

Korpusbasierte Disambiguierung:

Auflösung von PP-attachment, statistisch

Auflösung von nicht-pronominalen NP-Anaphern, Web-basiert

 

 

 15.2.

Klausur

 

 

 

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