Prüfungsberichte und Aufgabenstellungen
Wer schon immer eine alte ECL-Klausur sehen wollte oder einfach mal von
Komillitonen hören wollte, wie die Zwischenprüfung war, hat jetzt diese Möglichkeit auf den Fachschaftsseiten. Hiermit sind natürlich alle "alte Hasen" eingeladen ihre ihre Berichte über Klausuren und Prüfungen an die Fachschaft zu mailen.
- Alte Aufgaben von der Programmierprüfung
- Berichte über die Zwischenprüfung
- Bericht über ECL
ECL - die Einführung in die Computerlinguistik ist mit der wichtigste Kurs zu
Beginn des Studiums, und das nicht nur, weil der Schein 50% der
Orientierungsprüfung ausmacht. In einem Rundumschlag gibt's hier einen knappen
Einblick in alles, was Euch im weiteren Studium interessieren könnte und sollte.
Wichtig also - schön und gut. Aber was genau muss man denn nun tun, um an den
ersehnten Schein zu kommen?
1. Fleißiger Besuch der Vorlesung
Im letzten Wintersemester fand der Kurs zum ersten Mal in Vorlesungsform
statt. Wort- und folienreich und dabei sehr liebevoll widmete sich Professor
Hellwig jedem einzelnen Thema. Mitschreiben braucht man zum Glück nicht alles,
da die Unterlagen zum Großteil online verfügbar sind.
2. Referate im Tutorium
Hier bietet sich die Möglichkeit zum Wiederholen, Vertiefen, Nachfragen.
Nutzt diese Gelegenheit, zumal die Atmosphäre schön entspannt ist. (Und wenn das
Tutorium abends liegt, kann man danach noch was trinken gehen...)
3. Hausaufgaben
Wichtig: Genügend Zeit einplanen. Manche Aufgaben sind recht zeitaufwendig,
aber die Praxis lohnt sich. Wer sich regelmäßig hinsetzt, sollte mit der Klausur
keine größeren Probleme haben: Sie ist wirklich analog lösbar.
Ein paar Wochen vor der eigentlichen Klausur machten wir im Tutorium einen
Probedurchlauf, der überwiegend positiv überraschte - und auch beruhigte, da wir
nun wussten, dass uns keinerlei große Überraschungen bevorstanden. In der ganz
heißen Phase waren wir unseren Tutorinnen aber doch sehr dankbar für zwei
Extrastunden und einen letzten Schnelldurchlauf, bevor es dann ernst wurde...
(noch mal Danke an Ani, Florence und Suzanne!)
4. Der Tag X
Vor der Klausur, die wir im Hörsaal 14 der Neuen Uni schreiben, sammeln sich
die Teilnehmer in der Halle und tauschen ein letztes Mal ihre Gedanken aus.
Irgendwann pilgert man grüppchenweise nach oben, dann: Warten auf Professor
Hellwig. Bevor wir die Klausurzettel in die Hände bekommen, müssen wir unsere
Scheinformulare ausfüllen - natürlich ohne Noten (Mist!). Die Aufgaben stammen
wie versprochen aus fast allen besprochenen Themengebieten; wenn es überhaupt
ein Problem gibt, dann das der richtigen Zeiteinteilung. Länger schreiben gibt?s
nicht, da vor dem Saal schon eine Horde Studenten auf den Beginn ihrer Vorlesung
wartet. Also geben wir Klausurzettel (auf denen übrigens alle Lösungen notiert
werden, eigenes Papier ist nicht erlaubt) samt Scheinen ab, nehmen uns eine
Musterlösung vom Stapel - und nix wie raus!
5. Und zum Schluss...
Einige (Ferien-)Wochen später geht's ins Sekretariat, wo der Schein auf seine
Abholung wartet!
- Berichte über Formale Grundlagen
Eine mündliche Prüfung, oh mein Gott, bloß nicht, hab ich zuerst gedacht.
Aber es sieht nicht so aus, als hätte ich eine andere Wahl (und außerdem heißt
es ja auch nicht Prüfung, sondern Kolloquium). Also mache ich mich irgendwann in
der letzten Semesterwoche wohl oder übel auf den Weg in die Karlstrasse. Ich
komme total aufgeweicht an, denn es regnet in Strömen, und unvernünftig wie ich
bin, habe ich natürlich das Fahrrad genommen. Während ich im Flur warte, werde
ich in letzter Minute doch noch ein bisschen nervös. In Markus` Zimmer sitzen
dann er selbst und Bettina (die das Tutorium gemacht hat), die Atmosphäre ist
ganz entspannt. Ich darf würfeln, bekomme dann den zwei gewürfelten Zahlen
entsprechend zwei Aufgabenkärtchen, von denen ich mir eine Frage aussuchen darf.
An meine Antwort anknüpfend folgen weitere Fragen, in Einzelheiten kann sie hier
nicht aufzählen, auf jeden Fall geht es irgendwie um Mengenlehre, Grammatiken,
Ableitungen und Automaten. Die zwanzig Minuten sind dann auch schneller vorbei
als gedacht, ich muss noch einmal kurz vor die Tür, dann erfahre ich meine Note
(zensiert ;-) ). Wer wie ich eine tiefe Abneigung gegen jegliche Art von
mündlichen Prüfungen mitbringt, den kann ich also beruhigen: Es ist alles nur
halb so schlimm, immerhin kennt ihr die Leute, man kann Missverständnisse anders
als bei einer Klausur sofort aus dem Weg räumen, es ist schneller vorbei und
langes Warten und Zittern ob man wohl bestanden hat, bleibt einem auch
erspart... (nein, ich bin nicht gekauft, wollte ich nur nebenbei betonen!)
Was interessiert euch sonst noch? In Formale Grundlagen geht es hauptsächlich
um formale Sprachen und Grammatiken und Automaten/Maschinen die entsprechende
erkennen, sprich alles was einem früher oder später ohnehin über den Weg läuft.
Die Vorlesung ist (zumindest für den Magisterstudiengang) keine Pflicht, aber
eigentlich ganz interessant und sinnvoll und nicht besonders stressig. Lasst
euch nicht abschrecken, wenn ihr am Anfang überhaupt nichts versteht, es wird
besser, und die ganzen komplizierten Sachen wie Beweise muss man auch nicht
herbeten können! Wer einigermaßen regelmäßig zur Vorlesung und zum Tutorium
kommt und die Hausaufgaben macht, muss sich ansonsten kein Bein rausreißen um zu
bestehen.
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