Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

FAQ zu Bachelor - Prüfungen, Fristen, Drittversuche

Stand: April 2016

  1. Was hat es mit Commitments auf sich?
  2. Muss ich die Orientierungsprüfung im 3. Semester bestanden haben, obwohl ich im Sommersemester das Studium begonnen habe? Was muss ich für eine Orientierungsprüfungsfristverlängerung tun?
  3. Wann, bei wem und wie stellt man einen Antrag auf Orientierungsprüfungsfristverlängerung?
  4. Ich habe eine Prüfung zum zweiten Mal nicht bestanden. Was kann ich tun?
  5. Gibt es bei Prüfungen, die Bestandteil der Orientierungsprüfung sind, die Möglichkeit eines Drittversuchs?
  6. Ich studiere 100% CL. Bei meinem Informatikbeifach muss ich für 3 LP ein Proseminar ablegen. Im Modulhandbuch der Informatik steht aber, dass davon 2 LP ÜK-Punkte sind. Ist das in Ordnung so?

Was hat es mit Commitments auf sich?

Ein Commitment entspricht in etwa der Aussage "Ich werde diese Prüfung machen". Damit Ihnen eine Leistung anerkannt wird (egal, ob Sie eine Hausarbeit anfertigen möchten, ein Referat schon gehalten haben, oder eine Klausurprüfung abzulegen ist), müssen Sie sich zwingend dafür anmelden (d.h. "ein Commitment abgeben"). Die Commitments werden üblicherweise etwa sechs bis acht Wochen vor Ende des Semesters freigeschaltet und können bis etwa zwei Wochen vor Ende des Semesters über das Online-System LSF/HISPOS abgegeben werden. Die genauen Fristen können für einzelne Veranstaltungen individuell sein und werden auf der jeweiligen Veranstaltungsseite unter "Kursbeschreibung" rechtzeitig eingetragen. Bis zur Commitment-Frist können Commitments beliebig abgegeben und wieder zurückgezogen werden – ist die Frist abgelaufen, gilt der jeweils letzte Status endgültig. Unterscheiden wir ein paar Fälle:

  • Commitment abgegeben, Prüfung mitgemacht, Bestanden: Alles gut
  • Commitment abgegeben, Prüfung mitgemacht, Nicht bestanden: Nicht bestanden wird gezählt
  • Commitment abgegeben, Prüfung nicht mitgemacht: Zählt wie nicht bestanden!
  • Commitment nicht abgegeben, Prüfung mitgemacht: Kein Schein, aber auch kein Versuch.

Muss ich die Orientierungsprüfung im 3. Semester bestanden haben, obwohl ich im Sommersemester das Studium begonnen habe? Was muss ich für eine Orientierungsprüfungsfristverlängerung tun?

Studierende, die im Sommersemester ihr Studium beginnen, und damit die Kurse für die Orientierungsprüfung zum ersten Mal in ihrem 2. Fachsemester (Wintersemester) besuchen, aber die Prüfungen in diesen Kursen nicht bestehen, können wie alle anderen einen zweiten Versuch im darauffolgenden Studienjahr bekommen, auch wenn das in diesem Fall schon ihr 4. Fachsemester ist. Hier wird erläutert, was man für eine Orientierungsprüfungsfristverlängerung tun muss.

Wann, bei wem und wie stellt man einen Antrag auf Orientierungsprüfungsfristverlängerung?

Wenn man weiß, dass man aus nicht selbstverschuldeten Gründen nicht fristgerecht eine Prüfung antreten kann, muss man bis zum Anfang des Semesters, in dem die entsprechende Veranstaltung wieder angeboten wird, bei der Geschäftsführung einen Antrag auf Orientierungsprüfungsfristverlängerung stellen..

Folgendes ist für eine Orientierungsprüfungsfristverlängerung zu tun:

  • Einen Antrag bekommt man im Sekretariat. Dieser muss vom Studierenden ausgefüllt werden. Darüber hinaus muss der Studierende eine formlose Begründung verfassen. Beides muss im CL-Sekretariat abgeben werden.
  • Der/Die Geschäftsführende Direktor/in des Instituts entscheidet über den Fall und gibt den Antrag zurück ans CL-Sekretariat.

Ich habe eine Prüfung zum zweiten Mal nicht bestanden. Was kann ich tun?

Laut §20 der Allgemeinen Prüfungsordnung ist eine zweite Wiederholung (der dritten Versuch) nur in Ausnahmefällen möglich. Der Text der AP lautet:

"§ 20 Wiederholung von Prüfungen, Fristen (1) [...] Eine zweite Wiederholung ist nur bei Ausnahmefällen und nur bei höchstens zwei studienbegleitenden Prüfungen zulässig. Die Entscheidung hierüber trifft der Prüfungsausschuss. [...]"

Es gibt keine Drittversuchmöglichkeit bei den Prüfungen der Orientierungsprüfung und der Abschlussarbeit sowie -prüfung. Für höchstens zwei studienbegleitende Prüfungen kann man sich an das Gemeinsame Prüfungsamt wenden und mit einer schriftlichen Begründung die zweite Wiederholung beantragen. Der Ansprechpartner ist Herr Dr. Kempter, der Leiter des GPAs.

Es gibt hierzu kein spezifisches Formular. Ein formloses Schreiben reicht aus. Dieses Schreiben sollte unbedingt sämtliche Kontaktdaten (Telefonnummer, bei Briefen Mailadresse und vor allem die Matrikelnummer) enthalten. Zudem sollte es erläutern, warum der Prüfling um einen weiteren Versuch bittet. Ein "Ich erbitte einen 2. Wiederholungsversuch" alleine reicht nicht aus. Der Studierende erhält eine Benachrichtigung über den Entscheid.

Generell empfiehlt es sich, sich vor dem Drittversuch an den Dozenten zu wenden, um zu erfahren, was man in den ersten beiden Versuchen falsch gemacht hat. So weiß man rechtzeitig, wie man sich auf die dritte Prüfung zielführend vorbereiten soll.

Gibt es bei Prüfungen, die Bestandteil der Orientierungsprüfung sind, die Möglichkeit eines Drittversuchs?

Nein. Prüfungen, die Bestandteil der Orientierungsprüfung sind, sind vom Drittversuch ausgeschlossen. Das bedeutet, dass in "Einführung in die Computerlinguistik" und in "Programmieren I" in der Regel kein Drittversuch beantragt werden kann. Ausnahme ist der 25%-Studiengang, in dem "Programmieren I" nicht zur Orientierungsprüfung gehört. Für Studierende, die "Programmieren I" erst im Drittversuch bestanden haben, ist daher der spätere Wechsel in die 50-, 75- und 100%-Studiengänge ausgeschlossen.

Ich studiere 100% CL. Bei meinem Informatikbeifach muss ich für 3 LP ein Proseminar ablegen. Im Modulhandbuch der Informatik steht aber, dass davon 2 LP ÜK-Punkte sind. Ist das in Ordnung so?

Die aktuelle Version des Modulhandbuches im Fach Informatik findet man hier. Alle 3 LP für das Proseminar mit Modulkürzel IPS (S.13) werden für Computerlinguistik-Studenten mit Informatikbeifach als "normale" Punkte angerechnet.

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