Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Warum Computerlinguistik?

Präsentation

Ich studiere Computerlinguistik in Heidelberg, weil...

Studierende der Computerlinguistik berichten über ihre Fächerwahl, geben persönliche Einblicke in ihre Studienerfahrungen und erklären, warum sie ihr Fach weiterempfehlen. .. mehr

Was ist Computerlinguistik?

Text als Flyer

Computerlinguistik untersucht, wie menschliche Sprache mit Computern verarbeitet und interpretiert werden kann. Sie erforscht die mathematischen und logischen Eigenschaften natürlicher Sprache und entwickelt algorithmische und statistische Verfahren zur automatischen Sprachverarbeitung.

Bereits heute prägt die Computerlinguistik die moderne Informationsgesellschaft durch:

  • sprachbasierte Internetsuche (Google, ...)
  • Extraktion von Fakten aus Texten für Firmen, Verlage und die Wissenschaft
  • Organisation von Wissen in semantischen Netzen (Ontologien, Semantic Web)
  • Verwaltung und Suche von Informationen in Bibliotheken, Firmen, Verlagen
  • automatische Meinungsanalyse in Marktforschung und Politik
  • Überwindung von Sprachbarrieren durch Maschinelle Übersetzung
  • Natürlichsprachliche Kommunikation mit Computern (Auskunft, Navigation)
  • Sprachlern-Software und automatisierte Lexikonerstellung
  • Mehrsprachige Produktinformation für globale Vermarktung (Lokalisierung)
Computerlinguistik und verwandte Disziplinen

Computerlinguistik ist interdisziplinär

Neben Linguistik, Informatik und Mathematik ist die Computerlinguistik mit weiteren Disziplinen eng verbunden, z. B.:

Künstliche Intelligenz: Sprache ist eng verknüpft mit Wissen und Handeln. Hieraus entstehen interessante Anwendungen und Forschungsfragen, wie Wissensmodellierung oder Sprachgenerierung für wissensbasierte Systeme.

Kognitionswissenschaft: Messung von Blickbewegungen, EEG, fMRT in Sprachverstehens-experimenten erlauben Rückschlüsse über Prozesse der menschlichen Sprachverarbeitung.

Wo sind Computerlinguisten tätig?

In der Industrie

Computerlinguisten entwickeln maßgeschneiderte Lösungen für die sprachbasierte Informationsverarbeitung durch Einsatz erprobter Methoden aus der Forschung: für Dokumentensuche, Wissensextraktion, Modellierung von Ontologien, mehrsprachige Produktvermarktung, Sprachlernsoftware, Auskunftssysteme...

In der Forschung

An Universitäten und in Forschungsabteilungen von Firmen erforschen Computerlinguisten neue Modelle und Methoden für Kernthemen der Computerlinguistik. Zunehmend gewinnt auch die interdisziplinäre Forschung an Bedeutung:

eHumanities: Die Geistes- und Sozialwissenschaften gewinnen Erkenntnisse z. B. durch computergestützte Quellenanalyse (Wer rezipierte welche Werke zu welchem Zeitpunkt?), oder das Aufdecken von Sprachmustern und Argumentationsstrukturen in Literatur, Politik, etc.

eScience: In den Lebenswissenschaften unterstützt die automatische Extraktion von Informationen aus wissenschaftlichen Texten die effiziente Faktensuche.

Computerlinguistik studieren in Heidelberg

SemesterStudienstruktur
6B.A.-Arbeit
45 Schwerpunktbildung und Einübung eigenständigen Arbeitens;
Möglichkeit für Auslandssemester
13 Strukturierte Vermittlung von Grundlagen mit Tutorien

B.A.: 3 Jahre, 180 Leistungspunkte
CL mit InFCL als HFCL als 1. HFCL als 2. HFCL als BF
100% HF 75% HF 50% 1. HF 50% 2. HF 25% BF
(25% InF) 25% BF 50% 2. HF 50% 1. HF 75% HF
B.A.-Arbeit CL B.A.-Arbeit 1. HF

M.A.: 2 Jahre, 120 Leistungspunkte
CL mit FMCL mit AMCL als HFCL als BF
100%100%80% HF20% BF
(20% FM)(20% AM)20% BF80% HF
M.A.-Arbeit CLM.A.-Arbeit CLM.A.-Arbeit CLM.A.-Arbeit HF
InF: Informatik; HF: Hauptfach; BF: Beifach; FM: Integriertes Forschungsmodul; AM: Integriertes Anwendungsmodul

Computerlinguistik wird als B.A. (Bachelor of Arts) und M.A. (Master of Arts) Studiengang jeweils als Schwerpunktfach oder als Begleitfach angeboten. Nach abgeschlossenem M.A.-Studium besteht die Möglichkeit zur Promotion.

Kombinationen mit Beifächern

Durch die Wahl eines geeigneten Beifachs ist eine individuelle Schwerpunktbildung nach persönlichen Stärken oder Interessen möglich. Typische Beifächer sind:

Informatik: Schwerpunktbildung mathematische und informatische Kompetenzen

Einzelphilologien: Schwerpunktbildung linguistische Kompetenzen

weitere Geistes- und Naturwissenschaften (von Psychologie, über Politik- und Sozialwissenschaften bis Archäologie oder Indologie) eröffnen vielfältige Möglichkeiten für interdisziplinäre Anwendungen und Forschung mit computerlinguistischen Methoden.

Grundsätze in der Lehre

Das Seminar für Computerlinguistik bietet sowohl Praxis- als auch Forschungsnahe Lehre. Lehrbeauftragte aus Forschung und Industrie ergänzen das Lehrangebot durch Vorlesungen und Seminare zu Spezialthemen.

Praxisnahe Ausbildung durch

  • programmierpraktische Kenntnisse
  • Verzahnung von Theorie und Praxis in Projektseminaren
  • Arbeiten im Team
  • Berufspraktikum

Einbindung in die Forschung durch

  • Hilfskrafttätigkeiten in Forschungsprojekten
  • Vortragsreihen und "Forschungsseminare"
  • Förderung studentischer Publikationen

Voraussetzungen für das Studium

Gute Voraussetzungen für das Studium der Computerlinguistik bringen Sie mit, wenn Sie Interesse an Sprache(n) und an formalem Problemlösen mitbringen. Für das Studium sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.

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